Fins Tagebuch


Fin Selmir ist kein grosser Geschichten Schreiber. Prahlen und Aufschneiden ist nicht seine Stärke.In Fins Tagebuch findet Ihr "innere Werte" und kein Glanz GloriaAchtung: Nichts für Depressive

Auszug aus der Hauptstadt

Nachdem es dem Team gelungen war, auf raffinierte und letztendlich hinterhältige Art und Weise Ihren Weggefährten Anthalion zu befreien, wurde entschieden, als nächstes die 2. Aufgabe von Castmir in Angriff zu nehmen.

Dazu mußten Sie die Hauptstadt verlassen und nördlich den Anduin überqueren. Aber dies war wieder so ein Tag, an dem nur Steine den Weg versperrten. Schon am Tor war ein Wächter, der viele Fragen stellen und Fin hätte ihn am liebsten mit seinem Schwert eine kleine Lektion erteilt.

Auch der Ort, wo mit Hilfe einer Fähre der Anduin überquert werden sollte, war den Freunden nicht wohlgesonnen. Aller Dorfbewohner verschanzten sich hinter Fenster und Türen und die Mutigsten kamen gleich mit Soldaten incl. Armbrust.

Was ist aus Gondor geworden, wenn man eine Stadt nicht freiwillig verlassen kann, in einem kleinen Ort nicht willkommen ist und man letztendlich gezwungen wird, die Fähre selbst zu steuern. Möge die Weitsicht Castamirs bald diesen Fleck von Mittelerde mit ruhiger Hand und Vertrauen auf die Zukunft befrieden.

Die Querung des Anduins und der Weg nach M.I

Die Querung des Anduins gestaltete sich etwas aufwändiger, denn das Anlegemanöver misslang und somit verliessen Blechdose und ich den Kahn frühzeitig. Unser Rudergehilfe, aus dem Dorf rekrutiert, hatte uns leider nicht auf Steine im Uferbereich hingewiesen. Die mitgeführten Pferde mussten wir später wieder einfangen. Nachdem auch die restliche Truppe den Anduin überquert hatten, die Tragkraft des Kahn war auf 1800kg beschränkt, überlegten wir, was mit dem Gehilfen geschehen sollte. Amar machte eindeutige Avancen, das hatte er nun wirklich nicht verdient. Deshalb griffen Anthalion und ich beherzt zur Tat und organisierten eine Art "Opferzug" zu Ehren des Bastardönigs auf dem Anduin. In der Hauptrolle der Gehilfe, der etwas geschwächt auf den Kahn wie auf einen Scheiterhaufen festgebunden wurde und dann als brennendes Mahnmal den Anduin flussabwärts Richtung Osgidiath steuerte. Der Heldenmut des Mannes war jedochsehr gering und so versuchte er, den brennden Kahn zu verlassen und sich schwimmend zu retten. Er ist dabei jämmerlich ertrunken. Aber so sind die Zeiten in Gondor, anstatt den Heldentod zu sterben lieber unterzutauchen.

Harar hat in dieser Zeit das noch fehlende Pferd gesucht. Pferde sind ihm wichtiger, als die wirklich grossen Momente.

Auf dem Weg in die Stadt verfolgten wir dann einen schweren Wagen. Wie sich herausstellte waren die Draftmen wieder unterwegs, um junge Bauernsöhne einzufangen und als ungelernte Soldaten als wahres Bauernopfer gegen Castamir zu sterben. Diese Ungerechtigkeit konnte so nicht geduldet werden und die Freunde entschieden sich spontan, hier beherzt einzugreifen. Am Ende eines kurzen Kampfes waren die Bauern befreit und die Eintreiber im Wagen gefangen.

Dieser Wagen wurde dann entsorgt. Allerdings erschien dies Harar als zu hart. Er befreite den Kutscher.

Langsam kommen mir Zweifel, ob die besungenen Heldentaten und die Geschichten aus der Heimat von Harar wirklich stimmen, oder ob es sich hier nicht vielmehr um Wunschträume handelt.

Deshalb folgendes Gedicht an Harar:

Tief im Süden, wo die Sonner verstaubt,
ist es besser, viel besser als man glaubt,
Man erzählt Heldentaten bis tief in die Nacht,
und Ala hält schützend über alle Wacht.




Ein Schmied zwischen Politik und Gefühl